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| 80 Jahre Gesellschaft Österreichischer Kakteenfreunde |
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| Geschrieben von: Administrator |
| Donnerstag, 04. März 2010 um 20:50 Uhr |
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Ein Grund zum Feiern
In den Jahren bis Kriegsanfang stieg die Mitgliederzahl auf über 150 und 1937 wurden die ersten Mitteilungen der GÖK an diese verschickt. Dem, 1932 verstorbenen Ludwig Hirsch folgte bis zu diesem Jahr Hugo Weiss als Obmann nach. Diese Aufbauarbeit wurde durch die folgenden Kriegsjahre fast vollständig zunichte gemacht. Dass in dieser Zeit kaum Vereinstätigkeit möglich war ist nicht verwunderlich. Herr Buchinger führte in diesen schweren Jahren die Belange der GÖK in der Sektion Kakteenfreunde in der Alpenländischen Gartenbaugesellschaft weiter.
Am 3. Juni 1946 konnte die Gesellschaft ihre Vereinstätigkeit wieder aufnehmen. Karl Pfeiffer, Karl Blaschke und August Tschepper waren die Initiatoren und letzterer übernahm auch den Vorsitz nunmehr als Präsident übertitelt. Ganze 35 Mitglieder konnte man noch zählen. 1952 übernahm Prof. Werner Jahn für ein Jahr die Präsidentschaft, dem im Folgejahr wiederum nur für ein Jahr Karl Pfeiffer nachfolgte. Fast 100 Mitglieder konnte man 1954 melden als Dr. Kladiwa die Führung der Gesellschaft übernahm. Bekannte Namen in der Kakteenwelt konnten in den nächsten Jahrzehnten den stetigen Anstieg der Mitgliederzahlen mitverfolgen. So etwa 1960 DI Gerhard Frank fast 500 Mitglieder, 1963 Dir. Alfred Bayr 685 Mitglieder und sieben Jahre später der Langzeitpräsident DI Dr. Ernst Prissnitz bereits über 800 Mitglieder. Lange 22 Jahre leitete Herr Prissnitz die GÖK und wird 1992 von Karl Augustin abgelöst. Mit diesem Datum beginnt eine neue Ära in der Geschichte der Gesellschaft, es kommt zu einer Umstrukturierung innerhalb der GÖK. Die Landes- bzw. Ortsgruppen werden zu selbständigen Vereine, welche sich nun als Zweigvereine der GÖK unterordnen. Mit Freude konnte zu dieser Zeit auch der Sprung über die 1000er Marke bei den Mitgliedschaften verkündet werden. In den vergangenen 60 Jahren waren in der Gesellschaft klingende Namen der internationalen Kakteenfachwelt wie Dr. Leo Kladiwa, Prof. Franz Buxbaum, DI Gerhard Frank, Werner Reppenhagen oder Stefan Schatzl vereint. Heute sind es beispielsweise Walter Rausch, Hans Till, Karl Augustin und Werner Uebelmann die der Gesellschaft wissenschaftlichen Glanz verleihen. Zur 70 Jahr Feier in Wien legte Karl Augustin sein Amt zurück und ich wurde als neuer Präsident gewählt. In dieser letzten Dekade unserer Gesellschaft konnte ich hoffentlich mit meinem Vorstandsteam, dass sich im letzten Jahr nur an einer einzigen Position veränderte, den Wünschen unserer Mitglieder gerecht werden. Ich hoffe auch, im Sinne der Richtlinien unserer Gesellschaft gewerkt zu haben. Es bedarf immer einer guten Teamarbeit, einen Verein zu führen. Die Kunst, jedem recht zu tun, ist unmöglich. Sollte ich in den vergangenen Jahren einem Mitglied in irgendeiner Form unrecht getan zu haben, entschuldige ich mich. Da der Vorstand bei der letztjährigen JHV für weitere 3 Jahre wieder gewählt wurde, kann ich nur versprechen, auch in den nächsten 2 Jahren mit meiner Mannschaft zum Wohle unserer Gesellschaft und für unsere Mitglieder zu arbeiten. Das nächste Ziel ist das Jubiläumsjahr 2020, 90 Jahre GÖK sollen auch gefeiert werden. Der Weg dahin ist lang und schwer. Unsere Mitgliederzahlen stagnieren, die Altersstruktur ist nicht die Beste und der Zustrom an jungen Neumitgliedern hält sich in Grenzen. Vielleicht helfen uns bei der Behebung dieser Schwierigkeiten die, in letzter Zeit installierten Neuerungen, seien sie auf dem elektronischen Sektor, auf dem Angebot weiterführender Literatur und auf der immer mehr internationalen Zusammenarbeit mit anderen Gesellschaften. 80 Jahre GÖK sind also wirklich zu feiern und dazu möchte ich alle Mitglieder zur Festveranstaltung in Knittelfeld einladen.
Wolfgang Papsch |
| Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 04. März 2010 um 20:59 Uhr |